Polen gehört nicht zu den reichsten Ländern der Welt, aber es spielt eine Schlüsselrolle, und das wird sich auch nicht ändern, bei der Lieferung von Waren in die Ukraine. Unser Ziel ist der Aufbau einer soliden Logistikdrehscheibe, was wir durch den Ausbau der Grenz- und Verkehrsinfrastruktur bereits umsetzen.
Wir arbeiten mit westlichen Partnern zusammen. Bei der Konferenz in Berlin saß Polen erstmals als Beobachter unter den G7-Partnern. Ich hoffe, dass sich das ändern wird. (…)
Unser Ziel ist es, die Stärke Polens als Drehscheibe und sein Export- und Wirtschaftskooperationspotenzial zu zeigen. Wir hoffen, dass den Exporten, wie so oft, auch eine Investitionsentwicklung folgt. Dafür sind zusätzliche Instrumente erforderlich, und es ist klar, dass dies eine der wichtigsten Aufgaben sein wird. Wir müssen diesem Export besondere Aufmerksamkeit widmen und alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um ihn zum Flaggschiff unserer Zusammenarbeit zu machen. Denn es bringt Arbeitsplätze auch in Polen, ein Gefühl der Verbundenheit zwischen unseren beiden Gesellschaften, und wir wissen genau, wie es die internationalen Beziehungen verändern kann, wenn sich der Export entwickelt und beiden Seiten die Möglichkeit gibt, Geld zu verdienen – beim Transport, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, bei der Öffnung der Markt.
Vorsitzender des Rates für Zusammenarbeit mit der Ukraine, 20. Mai 2024, Interview für eDIALOG während des 16. Baltic Business Forum.